Was dem Frieden dient

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Was dem Frieden dient

Gedenkkultur in der Flottbeker Kirche   
Die Flottbeker Kirche wurde 1912 erbaut. Ihr heller Saalbau ist seit Generationen Ort des Feierns, der Klage und des Erinnerns. Lange stand die Erinnerung an die gefallenen Soldaten der bei-den Weltkriege im Vordergrund – sichtbar in Ehrentafeln und Soldatenbuch. Heute fragen wir weiter: Wie erinnern wir an Krieg und Gewalt, ohne beim bloßen Wiederholen des Alten stehenzubleiben? Wie geben wir auch den Opfern Raum, die bislang nicht sichtbar sind? Unser Ziel bleibt ein Gedenken, das umfassend ist und der Hoffnung auf Frieden Raum gibt.  

Seit vielen Jahren ringt unsere Gemeinde um eine Form, die der Kirche, ihrer Geschichte und unserem Glauben entspricht. Seit 2024 geschieht dies mit neuer Intensität – gemeinsam mit Menschen aus der Gemeinde, mit Fachleuten aus Kunst und Theologie sowie im Gespräch mit kirchlichem und staatlichem Denkmalschutz. Die Hamburger Graffitikünstler Andreas Helms (ArtOne) und Michael Kiessling (Mikel Godling) haben sich mit uns auf diesen offenen Prozess eingelassen.  

Aus der gemeinsamen Arbeit entstanden Entwürfe für die Westwand. Sie haben Gespräche und Diskussionen ausgelöst. Die Rückmeldungen aus der Gemeindeversammlung im Juni waren deutlich: Die vorliegenden Entwürfe überzeugten die Gemeinde noch nicht. Das nehmen wir ernst. Ein einfaches „Weiter so“ trägt nicht. Zugleich bleibt die Aufgabe.  

Der Weg ist offen. Vielleicht gehört gerade das zu einer lebendigen Gedenkkultur: Erinnerung lässt sich nicht ein für alle Mal erledigen. Ein Denkmal bewahrt nicht nur Vergangenes. Es kann Fragen wachhalten, Widerspruch zulassen und zum Denken anregen. Auch die Auseinandersetzung mit Graffiti als möglicher Formensprache hat unseren Blick auf den denkmalgeschützten Kirchenraum erweitert.  

Wir suchen weiter – nach einer Form des Gedenkens, die Opfer von Krieg und Gewalt sichtbar macht, die Geschichte dieses Ortes ernst nimmt und dem Frieden dient. Dazu brauchen wir Menschen, die mitdenken, widersprechen, fragen und Ideen einbringen.  

Machen Sie mit! Nächstes Treffen der AG Neugestaltung der Gedenkkultur: Montag, 28. September 2026, 19:00 Uhr, Bei der Flottbeker Kirche 2.  

Unterstützen Sie das Projekt mit einer Spende.
Vielen Dank!  

Tipp:
Nachmittags - es ist der Tag des Denkmals - lohnt es sich, unser Denkmal, den Friedhof am Stillen Weg zu besuchen, und besonders die Friedhofskapelle, deren Sanierung nun auch mit einer neuen Orgel abgeschlossen ist. Simon Obermeier wird dort in der Zeit ab 15.00 Uhr diese Orgel spielen. Gönnen Sie sich doch gerne eine kontemplative Zeit in unserer Kapelle mit Musik. So richtig einweihen werden wir die Orgel dann am 11. Oktober 2026, ebenfalls um 15.00 Uhr, um dann auch der Spenderin Regine Freytag zu gedenken.

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Bei der Flottbeker Kirche 2 - 22607 Hamburg
Tel.: 040 828819 - Fax: 040 82278778
info@kirche-in-flottbek.de
www.kirche-in-flottbek.de
Vorsitz des Kirchengemeinderats:
Wolf-Henning von Blanckenburg