19/09/2026 0 Kommentare
Gedenkkultur in Flottbek: Wir bleiben dran
Gedenkkultur in Flottbek: Wir bleiben dran
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Gedenkkultur in Flottbek: Wir bleiben dran
Seit vielen Jahren ringt unsere Kirchengemeinde um eine Gedenkkultur, die unserer Kirche, ihrer Geschichte und unserem Glauben entspricht. Wie erinnern wir an Krieg und Gewalt, ohne beim bloßen Wiederholen des Alten stehenzubleiben? Wie geben wir auch den Opfern Raum, die bislang nicht sichtbar sind?
Seit 2024 arbeiten wir daran noch einmal mit neuer Intensität – gemeinsam mit Menschen aus der Gemeinde, mit Künstlern und im Gespräch mit kirchlichem und staatlichem Denkmalschutz. Daraus sind Entwürfe entstanden für die Westwand, welche die Gemeinde aber noch nicht überzeugten. Die Rückmeldungen aus der Gemeindeversammlung im Juni waren deutlich. Dafür sind wir dankbar. Sie haben gezeigt: Ein „Weiter so“ auf diesem Weg der Neugestaltung trägt nicht. Aber ebenso klar ist: Das Thema geht uns weiter an. Der Weg ist deshalb nicht zu Ende. Wir nehmen die Rückmeldungen ernst und arbeiten weiter.
Unser Dank gilt allen, die diesen Weg bisher mit Zeit, Gedanken und Herz begleitet haben. Dank auch den Künstlern Andreas Helms und Michael Kiessling, die sich auf das Ringen einer Kirchengemeinde um Ausdruck und Formensprache eingelassen haben. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Ebenso danken wir dem kirchlichen und staatlichen Denkmalschutz, die uns ermutigt haben, auch die Formensprache des Graffiti als Möglichkeit für diesen Ort mitzudenken. Ein Denkmal ist schließlich mehr als Erinnerung. Es soll auch zum Denken anregen.
Wer an diesem Prozess mitarbeiten möchte, ist herzlich eingeladen zum nächsten Treffen der AG Neugestaltung der Gedenkkultur am Montag, 28. September 2026, 19:00 Uhr, Bei der Flottbeker Kirche 2.
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